Samzche-Dschawachetien im Süden Georgiens ist ein lebendiges Geschichtsbuch, in Stein gehauen. Oft als 'Georgisches Jerusalem' bezeichnet, war diese Region jahrhundertelang das religiöse und kulturelle Zentrum des Landes, bevor sie zum Schlachtfeld zwischen dem Georgischen Königreich und dem Osmanischen Reich wurde. Die Landschaft ist dramatisch zweigeteilt: Samzche ist grün, bewaldet und voller Schluchten (wie das berühmte Bordschomi-Tal), während Dschawachetien eine raue, vulkanische Hochebene mit riesigen Seen und strengen Wintern ist, oft als 'georgisches Sibirien' bezeichnet {{javakheti_plateau}}.
Das Kronjuwel der Region ist Wardsia, eine massive Höhlenstadt aus dem 12. Jahrhundert, die von Königin Tamar und ihrem Vater Georg III. in die Seite des Eruscheti-Berges gehauen wurde. Einst ein Klosterkomplex mit 6.000 Räumen, Weinkellern und einer Apotheke, ist es heute ein UNESCO-Anwärter und ein atemberaubendes Zeugnis mittelalterlicher Ingenieurskunst
UNESCO Tentative List: Vardzia-Khertvisi.
Achalziche, die Hauptstadt, beherbergt die Rabati-Festung, einen riesigen, kürzlich restaurierten Komplex, der die multikulturelle Geschichte der Region widerspiegelt: Eine Moschee, eine orthodoxe Kirche, eine armenische Kirche und eine Synagoge stehen innerhalb derselben Mauern. Dies spiegelt die ethnische Vielfalt der Region wider, in der Georgier und eine große armenische Gemeinschaft (besonders in Dschawachetien) zusammenleben.
Bordschomi, das Tor zur Region, ist weltberühmt für sein vulkanisches Mineralwasser, das einst die Zaren kurierte. Der Bordschomi-Charagauli-Nationalpark ist einer der größten Europas und bietet dichte Wälder und alpine Wiesen. Kulinarisch ist die Region einzigartig: Probieren Sie 'Apokhti' (gesalzenes, getrocknetes Fleisch), 'Tenili' (fadenziehender Käse, der UNESCO-Status genießt) und Schnecken (eine seltene Delikatesse in Georgien, Erbe der französischen katholischen Missionare)
Gastronomy of Georgia: Meskhetian Cuisine.
Der Weinbau hier ist eine Geschichte der Wiedergeburt. Einst berühmt für Terrassenweinbau, wurden die alten Reben unter den Osmanen zerstört. Heute werden sie mühsam wiederentdeckt, und Weine aus seltenen Sorten wie Meskhuri Sapere gewinnen wieder an Anerkennung.